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Italien freut sich auf den Karneval


Einer der Höhepunkte des italienischen Karnevals ist zweifelsfrei der „Carnevale di Venezia“. Vom 9. bis zum 20. Februar werden die Plätze der Lagunenstadt zur Bühne und malerische Gassen zum Laufsteg. Wertvolle historische und phantasievolle Kostüme sowie verspielte Masken bestimmen  während des Karnevals das Stadtbild Venedigs und tauchen die Lagunenstadt in ein einzigartiges Flair.



Karneval in Campobasso. Foto: ENIT, Vito Arcomano

Aus Anlass des 300. Geburtstages Carlo Goldonis ist der Karneval in diesem Jahr dem großen venezianischen Dichter gewidmet und lässt somit reichlich Spielraum für farbenfrohe Kostümierungen. Doch nicht nur die Maskeraden machen Venedig während des Karnevals so erlebenswert, auch die zahlreichen Karnevalsveranstaltungen und -bälle sollten sich Besucher der Lagunenstadt nicht entgehen lassen. Zudem bieten venezianische Plätze und Paläste einzigartiges Ambiente beim nächtlichen Faschingstanz. Vor der Kulisse altehrwürdiger Palazzi und verschlungener Gassen fühlen sich Besucher in diesen Tagen in das Venedig zu Zeiten Goldonis versetzt.

Seine Ursprünge hat der Karneval von Venedig übrigens in der Freude der Venezianer am Rollenspiel und an der Verkleidung. Seine Glanzzeit mit rauschenden Maskenbällen und prunkvollen Festen erlebte das bunte Treiben im 17. und 18. Jahrhundert. Im

 

Schutz der Maske wusste sicherlich nicht nur Casanova das ausschweifende Leben zu genießen. Das lockere Treiben war Napoleon und der Kirche ein Dorn im Auge, so dass der Karneval erst einmal abgeschafft wurde. Erst 1979 wurde der Karneval in Venedig wieder ins Leben gerufen und stellt heute den absoluten Höhepunkt im venezianischen Veranstaltungskalender dar.

Karneval in Putignano

(Putignano/ Bari) Der Karneval in Putignano im südlichen Apulien blickt auf eine lange Geschichte zurück. Erstmals wurde er im Jahr 1394 erwähnt. Am 26. Dezember dieses Jahres wurden nämlich die Reliquien des Heiligen Stefan zum Schutz vor türkischen Einfällen aus dem Küstenort Molfetta in das sichere Putignano überführt. Die feierliche Prozession wurde begleitet von Bauern, die sich dem Zug spontan anschlossen und durch nicht nur ausgelassenes, sondern auch lautes Treiben von der Bedeutung der kostbaren Fracht ablenkten.

Im Laufe der Jahrhunderte hat der Karneval seine direkte, religiöse Bedeutung verloren und vielmehr einen satirischen Charakter erhalten. Beginn des Karnevals ist auch heute noch der 26. Dezember, wenn bunte Gruppen durch die Straßen des Städtchens zur Piazza Plebiscito ziehen, um Personen oder Ereignisse des Jahres aufs Korn zu nehmen.

2007 wird der Karneval von Putignano zum 613. Mal gefeiert. Sehenswerte Umzüge mit aufwendig geschmückten Wagen und lustigen Fußtruppen finden an folgenden Tagen statt: Sonntag,  4. Februar und Sonntag, 11. Februar um 15.00 Uhr sowie am Sonntag, 18. Februar um 11.00 Uhr und Dienstag, 20. Februar um 18.30 Uhr.



Kaneval in Venedig. Foto: ENIT, Vito Arcomano

Karneval in Ivrea

(Ivrea/Piemont) Der traditionsreiche Karneval von Ivrea findet 2007 zum 200. Mal statt. Während man in Ivrea die Vorboten des Karnevals bereits ab dem 6. Januar, dem Dreikönigstag, feiert, spielt sich das Hauptspektakel in diesem Jahr vom 17. bis 20. Februar ab. Ein bunter Reigen von Veranstaltungen mit Umzügen durch die historische Altstadt sorgt in diesen Tagen für vergnügliche Unterhaltung. Wie in jedem Jahr ist auch 2007 die Battaglia delle Arancie, die Apfelsinenschlacht, der absolute Höhepunkt des Karnevals von Ivrea. Dabei bewerfen sich die jungen Männer Ivreas lustvoll mit saftig-reifen Apfelsinen, einem Fruchtbarkeitssymbol des Mittelmeerraumes, um das Ende des Winters einzuläuten.

Karneval auf Sizilien

(Acireale) Den traditionsreichsten Karneval auf Sizilien feiert man in Acireale. Seinen Ursprung hat das farbenfrohe Fest im 17. Jahrhundert, als Acireale unter Spanische Herrschaft fiel. Im 18. Jahrhundert war der Karneval vorwiegend von dialektalen Darbietungen, die Ereignisse des zurückliegenden Jahres auf’s Korn nahmen, geprägt. Heute ist Acireale vor allem für seine phantasievollen und bunten Festwagen bekannt. Sie haben ihren Ursprung im 19. Jahrhundert und wurden im Laufe der Jahre größer und prächtiger. Heute sind das ganze Jahr über rund 10 Werkstätten mit dem Entwurf und der Dekoration der Festwagen beschäftigt. Bei Karnevalsumzügen durch das sizilianische Küstenstädtchen können diese dann bewundert werden. Neben dem Umzug der Festwagen gehört auch die Preisverleihung für die farbenfrohsten und phantasiereichsten  Wagen zu den Höhepunkten des Karnevals von Acireale. Eine Jury wird am letzten Tag des Karnevals die schönsten Wagen auszeichnen.

 

In der Karnevalszeit finden vom 3. bis zum 20. Februar zudem zahlreiche Feste mit Tanz und Musik auf den malerischen Plätzen Acireales statt.

(Sciacca) Neben Acireale gilt auch Sciacca in der Provinz Agrigent als sizilianische Karnevalshochburg. Der alljährliche bunte Umzug wird vom Wagen des Peppi Nappa, der traditionellen Karnevalsfigur von Sciacca, angeführt. Weitere Festwagen mit allegorischen, grotesken und ironischen Darstellungen folgen. Wer den Karneval von Sciacca kennen lernen möchte, sollte zwischen dem 25. und 28. Februar nach Sizilien reisen.

Karneval in Viareggio

(Viareggio) In der Toskana wird der Karneval in Viareggio besonders ausgelassen gefeiert. Närrisch geht es in dem mondänen Badeort an der toskanischen Küste vom 3. bis zum 25. Februar zu. Jeweils sonntags und am Karnevalsdienstag ziehen ab 15.00 Uhr bunte Karnevalszüge mit reich geschmückten Festwagen und lustige Fußtruppen durch die Straßen von Viareggio. Maskenbälle und Stadtteilfeste runden in der Karnevalszeit das bunte Veranstaltungsprogramm ab.

Habsburgischer Karneval in Madonna di Campiglio

(Madonna di Campiglio) In Madonna di Campiglio fühlen sich Besucher während des Karnevals in Sissis Zeiten versetzt. Romantische Schlittenfahrten durch tief verschneite Winterlandschaften, glanzvolle Bälle in den altehrwürdigen Gesellschaftssälen des Grand Hotels Des Alpes, festliche Walzermelodien und prachtvolle Ballkleider verzaubern das Bergstädtchen vom 14. bis zum 23. Februar.

Ganz aus der Luft gegriffen sind die Habsburgischen Karnevalsbälle in Madonna di Campiglio nicht, denn schließlich kann sich der Erholungsort rühmen, mehrfach Aufenthaltsort von Kaiser Franz Josef und seiner Gemahlin Elisabeth gewesen zu sein.

Madonna di Campiglio zählt zu den traditionsreichsten Erholungsorten in den Dolomiten. Bereits im 19. Jahrhundert kamen Vertreter der Adelshäuser und betuchte Reisende aus ganz Europa auf der Suche nach Ruhe und Entspannung in das elegante Bergstädtchen vor dem atemberaubenden Panorama der Brenta-Gruppe.

1889 entdeckte Sissi Madonna di Campiglio und war von der Schönheit der Bergwelt derart beeindruckt, dass sie in Begleitung ihres Mannes an den Ort der Faszination zurückkehrte und im Grand Hotel Des Alpes logierte. In dem Traditionshaus finden auch in diesem Jahr während des Karnevals wieder rauschende Ballnächte statt, die an die einzigartige Atmosphäre der Habsburgischen Epoche anknüpfen und ein Stück Geschichte lebendig werden lassen.

Ein buntes Rahmenprogramm mit Ski-Exkursionen wie anno dazumal, Kinderfesten und einem prachtvollen Feuerwerk runden das Habsburgische Karnevalsprogramm ab.

Bunter Karneval in Kampanien

(Agropoli/Salerno) In Kampanien hat sich Agropoli, malerisch an der Tyrrhenischen Küste südlich von Salerno gelegen, einen Namen als Karnevals-Zentrum gemacht. Wenngleich im historischen Stadtkern die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und man versucht ist zu überprüfen, ob die Sekunden hier nicht langsamer ticken als andernorts, geht es an den Karnevalstagen hier ordentlich zur Sache. 2007 feiert das Städtchen den Karneval zum 36. Mal. Die närrischen Tage beginnen am 17. Februar mit der feierlichen Kür der Miss Carnevale.  Bis zum  20. Februar folgen dann farbenfrohe Umzüge durch die malerischen und verwinkelten Straßen der Küstenstadt. Die einzelnen Stadtteile Agropolis sowie einige Ortschaften der Provinz Salerno richten die Festwagen für den Umzug aus. Darüber hinaus stehen zahlreiche unterhaltsame Musik- und Tanzveranstaltungen auf dem Programm.

 



Karneval in der Region Molise. Foto: ENIT, Vito Arcomano

(Bagolino/Brescia) Die kleine Berggemeinde Bagolino, rund acht Kilometer nordwestlich des Idrosees in der Lombardei gelegen, blickt auf eine lange Tradition im Karneval zurück, denn urkundlich wird das Fest erstmals im Jahr 1518 erwähnt. Da man sich in Bagolino sehr traditionsbewusst zeigt und seit Jahrhunderten die althergebrachten Karnevalsbräuche pflegt, lohnt ein Besuch in dem Bergstädtchen während der närrischen Tage.

In diesem Jahr ziehen Tänzer und Musikanten am 19. und 20. Februar mit ausgefallenen Masken und Kostümen durch die pittoresken Sträßchen der idyllischen Berggemeinde und führen mimische Tänze nach einem uralten überliefertem Ritual auf. Die heiteren Melodien der Musiker erfüllten die Gassen Bagolinos bereits vor Jahrhunderten zur Karnevalszeit mit ihrem Klängen.

Doch nicht nur die althergebrachten Tänze, sondern auch die prachtvollen Kostüme verdienen Beachtung. Wie schon im 16. Jahrhundert galten die Kostüme als wahre Meisterwerke der örtlichen Handwerkskunst, die mit viel Liebe bis in unsere Zeit gepflegt wird. Zudem tragen die Karnevalisten Gegenstände mit sich, die seit Jahrhunderten den Alltag der Menschen in Bagolino prägen: Spinnräder, Heugabeln, Rechen, Stöcke, Weidenkörbe sowie Kuhglocken.

Über die Ursprünge des außergewöhnlichen Karnevals von Bagolino wurde schon viel spekuliert. Man vermutet jedoch, dass die Karnevalstraditionen, die man in Bagolino pflegt, auf Tiroler Einflüsse zurückgehen.

 

Historischer Karneval in Cento

(Cento/Ferrara) Während vor Jahren der Karneval von Cento vorwiegend in Italien einen Namen hatte, erfreut sich das Traditionsfest neuerdings auch über die Grenzen der Apenninenhalbinsel hinaus wachsender Beliebtheit. Bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts soll in Cento Karneval gefeiert worden sein. Diese Vermutung nährt ein Fresko von Guercino aus dem Jahr 1615. Es zeigt mit dem „Berlingaccio“ eine der Traditionsmasken Centos. Zudem wird die markierte Figur vor dem Palazzo Comunale des Städtchens gezeigt.

Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass man in Cento ausgesprochen stolz auf eine lange Karnevalstradition blickt. Wenngleich der Karneval von Cento Jahrhunderte lang als einfaches Volksfest gefeiert wurde und sich erst jüngst zu einem prächtigen Fest mauserte, konnte der Karneval hier viel Ursprüngliches bewahren. So werden auch heute noch die traditionellen Kostüme Centos zur Schau getragen. Bei den Karnevalsumzügen am 28. Januar und am 4., 11., 18. und 25. Februar nehmen zahlreiche Motivwagen teil, die von den Karnevalsvereinen der Stadt gestaltet werden. Die schönsten Wagen zeichnet eine Jury aus. Besonders stolz ist man in Cento auf eine Patenschaft mit der Karnevalshochburg Rio de Janeiro und freut sich, während der Umzüge auch Sambatänzer aus Rio begrüßen zu dürfen.    



Venezianischer Harlekin. Foto: ENIT, Vito Arcomano

Karneval auf Sardinien: „La Sartiglia“ in Oristano

(Oristano) Der Karneval in Oristano hat seinen Ursprung in der Festkultur des spanischen Adels und dessen höfischen Ritterspielen. Im 14. und 15. Jahrhundert war Oristano in seinen Glanzzeiten Sitz der spanischen Fürstenfamilie Arborea, die seinerzeit einen der fortschrittlichsten Rechtskodexe des Mittelalters entwickelte. Gleichzeitig begannen die Spanier aus dem Hause Aragon mit ihrer Eroberung Sardiniens und richteten ihre Herrschaft auf der Insel ein. So kam das spanische Reiterspiel „Sartiglia“ nach Oristano. In den Chroniken taucht es im Laufe des 16. Jahrhunderts zum ersten Mal auf.

Seine Rolle als König des Frühlings wird dem su cumponidori, dem ersten Reiter, am 2. Februar, Mariä Lichtmess, angetragen.  Am Karnevalssonntag- und dienstag liegt das Schicksal der Orsitaner allein in seinen Händen, entscheidet seine Geschicklichkeit als Reiter doch über das Glück der Gemeinschaft. In rasendem Galopp prescht er über den Domplatz, um seine Lanze durch einen kleinen Ring mit sternförmigen Zacken zu stoßen. Die festlich mit phantasievollen Trachten bekleideten Orsitaner säumen dicht gedrängt den Platz und verfolgen gebannt das Schauspiel, bedeutet das Verfehlen des Rings doch ein schlechtes Erntejahr oder irgendein anderes Übel. Ein erfolgreicher Lanzenstoß wird mit tosendem Beifall und erleichterten Jubelrufen belohnt. Um seine magische, Glück bringende Funktion noch zu verstärken, reitet der Schamane durch die geschmückten Straßen der Stadt und vollzieht mit seinem Zepter aus Veilchen die Gesten des Segnens. Anschließend wird auf Straßen und Plätzen ausgelassen gefeiert.

Turbulente Karnevalstage im Trentino

(Trento) Im Februar geht es im Trentino wieder recht turbulent zu. An vier tollen Tagen lockt der Landstrich vom 17. bis 21. Februar mit ausgelassenem Treiben und traditionellem Brauchtum. Typische Gallionsfiguren wie der „Potachìn da Caden“ und der Bruder Langnase „Fracagnàpa“ läuten mit historischen Kiefernholzmasken, Ziehharmonikamusik und brennenden Scheiterhaufen symbolisch die Fastenzeit ein und verabschieden gleichzeitig das vergangene Jahr.

In Madonna di Campiglio dreht sich im Februar nahezu alles um den Habsburger Karneval, eine Hommage an Kaiser Franz Joseph und seine Sissi, die hier Ende des 19. Jahrhunderts alljährlich ihren Winterurlaub verbrachten. Die tollen Tage lassen die Habsburger Epoche wieder richtig aufleben: so fahren historische Kutschen die Kaiserstraße hinauf, elegante Hofdamen schlendern in Begleitung fescher Husaren durch die Straßen, und im Salon Hofer rauschen üppige Ballkleider zu den lebhaften Klängen des Wiener Walzers. Sportlicher Höhepunkt der tollen Tage sind der Abfahrtslauf und der Slalom des „Habsburger Hofes“ auf den Spinale- und Grostèpisten.

Auch Arco feiert den Karneval ganz in österreichischer Tradition: bereits zum 131. Mal lädt das idyllische Städtchen am Gardasee in diesem Jahr mit dem „Gran Carnevale“ zu einer der ältesten Karnevalsveranstaltungen im Trentino. Höhepunkt des närrischen Treibens ist hier der Maskenwagenwettbewerb.

Auch kulinarisch wird im Trentino an den tollen Tagen so manches geboten: In Anlehnung an das historische Wettessen vor Beginn der Fastenzeit wird auch heute gerne geschlemmt. In diesen Tagen sind mit Puderzucker bestäubte „Grostoli“, Polenta und Gnocchi ein Muss auf jedem Speiseplan.

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Quelle: ENIT / bearbeitet von urlaub-heute.de






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